Hethitische Könige: Throne, geschmiedet durch Macht und Verrat

Der Gott Šarruma umarmt den hethitischen König Tudḫaliya IV.
Der Gott Šarruma umarmt den hethitischen König Tudḫaliya IV.
(Hattuşaş, Çorum, Türkei)
Bildnachweis: Carole Raddato (Flickr) ©️CC BY-SA 2.0

Das Hethiterreich entstand aus der schrittweisen Vereinigung von Stadtstaaten und lokalen Gemeinschaften in Zentralanatolien, die zuvor unabhängig unter einer zentralen Autorität operiert hatten. Die Hethiter, eine ursprünglich von Hatten besiedelte nichtanatolische Gemeinschaft indoeuropäischen Ursprungs, erlangten politische Vorherrschaft und etablierten eine neue Staatsstruktur. Dabei verschmolzen einheimische hattische Traditionen mit eingewanderten Elementen und schufen eine synthetische Staatsorganisation. Der Mangel an Quellen und die weitgehend indirekte Dokumentation lassen jedoch Unsicherheiten hinsichtlich der frühen hethitischen Periode aufkommen. Daher kann keine absolute Gewissheit über die Herrschaftsdauer und die Ordnung der hethitischen Könige hergestellt werden.

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Vorkönigliche Ära

Die ethnische Herkunft der hethitischen Könige, die zu den ältesten politischen Persönlichkeiten Anatoliens zählen, ist unklar. Keilschrifttexte bringen sie manchmal mit den hattischen Stadtkönigreichen und manchmal mit der Kuššara-Dynastie in Verbindung, die den Ursprung der Hethiter bildete. Die begrenzte und oft indirekte Natur der verfügbaren Dokumentation macht es jedoch unmöglich, die Frage nach dem kulturellen und sprachlichen Hintergrund der Herrscher dieser Zeit endgültig zu beantworten.

Ära des Alten Königreichs

In dieser Zeit entwickelten sich das hethitische Recht und die Staatsorganisation. Nach Muršili I. wurde der hethitische Thron immer wieder durch Staatsstreiche, Attentate und innere dynastische Unruhen erschüttert. Um den anhaltenden Thronstreit zu beenden, wurde das Telipinu-Edikt erlassen und die Thronfolgeordnung kodifiziert.

Ära des Mittleren Reiches

Das 15. Jahrhundert v. Chr. gilt als dunkle Periode der hethitischen Geschichte. Historische Quellen sind äußerst begrenzt und verstreut, daher sind unsere Informationen äußerst spärlich. Thronkämpfe, Palastrevolten und kurzlebige Herrschaften deuten auf eine Schwächung der Zentralgewalt hin.

Ära des Neuen Königreichs

In dieser Zeit erweiterten die Hethiter ihre Grenzen durch regelmäßige Feldzüge. Wichtige Handelsrouten wurden gesichert und die Zentralverwaltung Anatoliens gestärkt. Diese Zeit gilt auch als Höhepunkt der hethitischen Kultur und Kunst. Das hethitische Pantheon wurde in dieser Zeit kodifiziert, und durch die Kombination lokaler anatolischer Gottheiten mit Elementen mesopotamischen Ursprungs entstand eine riesige religiöse Welt.

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